Das ESF-Ostseenetzwerk "Baltic Sea Network - ESF" bei dem ESF-Chancengenerator zu Besuch

Das ESF-Ostseenetzwerk "Baltic Sea Network - ESF" bei dem ESF-Chancengenerator zu Besuch

Im Rahmen einer Veranstaltung für das ESF-Ostseenetzwerk „Baltic Sea Network – ESF” präsentierte man am 11.04.2018 im eigenen Hause die Arbeitsweise im ESF-Chancengenerator – Begleitung junger Flüchtlinge U25. Neben den Gästen aus den EU-Ländern Schweden, Finnland, Litauen, Polen, Belgien und Deutschland, die in den Verwaltungen ihrer EU-Ländern für die Umsetzung von ESF-Projekten, für die Förderung der transnationalen Zusammenarbeit und für Interreg zuständig sind, waren Hamburger ESF-Projektteilnehmende aus Syrien und Afghanistan anwesend.

ESF-Chancengenerator arbeitet eng mit alle Hamburger Jugendberufsagenturen zusammen. Das Hamburger Konzept der Begleitung in Förderketten erweist sich als erfolgreich.

Besonders spannend empfanden alle die Diskussion mit den ESF-Teilnehmenden, den jungen Geflüchteten selbst. Nicht so sehr über ihren Fluchtweg, sondern zukunftsgerichtet berichteten sie über ihre Pläne für das Leben in Deutschland und ihre Schwierigkeiten dabei. ESF-Chancengenerator ist, so die Teilnehmenden, eine wichtige Unterstützung auf diesem Weg. Denn hier erhält man unbürokratische Hilfe bei vielen auftauchenden Problemen, auch in Muttersprache.

Wie bei anderen ist auch bei jungen Flüchtlingen der Beruf KFZ Mechatroniker hoch im Kurs. Daraufhin meldete der ESF-Mitarbeiter aus Finnland, dass in der finnischen Autoindustrie händeringend Arbeitskräfte gesucht werden.

Der ESF-Teilnehmer Hamidullah hätte nicht gedacht, dass sich die Integration in Deutschland so langwierig und mühsam gestalten würde: „Ich muss von Null beginnen. Alles was ich bisher gelernt und gemacht habe, gilt nicht (…) und jetzt weil ich Deutsch lerne, wird mein Englisch schlechter (…).“

Was wichtig ist: Die fünf teilnehmenden Flüchtlinge diskutieren auf gleicher Augenhöhe mit den ESF-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es werden Fragen gestellt wie: Was eigentlich ihr Job in ihrer Heimat sei und warum sie nach Hamburg zu Besuch gekommen sind. Und eine besonders wichtige Frage: Wie läuft die Integration der Flüchtlinge in anderen EU- Ländern praktisch ab?